Nürnberger Lions helfen „Feuerkindern“

10 000 Euro hat der LC Nürnberg bisher für das Hilfsprojekt „Feuerkinder“ in Tansania (Ostafrika) gespendet. Nachdem bereits im vergangenen Jahr 5 000 Euro geflossen waren, überreichte jetzt P Professor Dr. Peter Martin an Chefärztin Dr. Annemarie Schraml von der orthopädischen Klinik „Wichernhaus“ der Rummelsberger Dienste – einer evangelisch-diakonischen Einrichtung bei Nürnberg – einen weiteren Scheck über 5 000 Euro.
Das Geld fließt in den Operationseinsatz, den das Team um Dr. Schraml während des Jahresurlaubs in dem kleinen Nkoaranga-Krankenhaus im Norden Tansanias durchführt. In sechs Jahren ist aus einer einmalig gedachten Aktion das beeindruckende Projekt „Feuerkinder“ geworden.
Der Name entstand aus folgendem Umstand: In Tansania wird noch sehr viel an offenen Feuerstellen gekocht. Viele Kleinkinder krabbeln oft unbeobachtet in solche Feuerstellen und ziehen sich erhebliche Verbrennungen zu, die dann mangels medizinischer Hilfe nicht behandelt werden. Es kommt zu entstellenden Narben, die oft auch die Funktion der Arme und Beine beeinträchtigen.
Für das Hilfsteam sind neben der Behandlung der „Feuerkinder“ weitere Schwerpunkte die Operationen von Klumpfüßen, von extrem verbogenen Beinen (meist auf Grund von Mangel- oder Fehlernährung) sowie die physiotherapeutische Behandlung aller nur vorstellbarer orthopädischer und unfallchirurgischer Erkrankungen und Verletzungen.
100 solcher Operationen und 400 ambulante Behandlungen wurden allein während des Einsatzes 2004 durchgeführt. Die Patienten kommen zum Teil von weit her. Inzwischen konnte – angestoßen von dem Team – auch die Situation des Krankenhauses in personeller und baulicher Hinsicht entscheidend verbessert werden.
In dem auch zu den „Rummelsbergern“ gehörenden Behindertenzentrum im nahen Usa River wurde ein orthopädische Werkstatt eingerichtet. Dort versorgen eine einheimische Schwester und ein Techniker die kleinen Patienten nach der erfolgreichen Operation mit den notwendigen Hilfsmitteln.
Die Lions vom Club Nürnberg waren beeindruckt von Dr. Schramls Fotos und Berichten. Sie ließen sich anstecken von dem Engagement für die Menschen in Afrika.

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