“Vergessene Geheimnisse” im Fernsehen

Unser für November 2010 angekündigter Titel findet Resonanz

Bild BR

Autor Arthur Rosenbauer in einem ehemaligen Bergwerk. Foto: Bayerisches Fernsehen

In seiner Sendereihe “Zwischen Spessart und Karwendel” sendete das Bayerische Fernsehen ein langen Beitrag zum Thema des Buches “Vergessene Geheimnisse – wieder entdeckt” von Autor Arthur Rosenbauer aus Treuchtlingen. Der Titel erscheint im November im wek-Verlag Walter E. Keller. Nachstehend der BR-Internet-Text zur Sendung:

Es sind nur winzige Tore zu einer längst vergessenen Welt: Unweit von Treuchtlingen gibt es tief unter der Erde Geheimnisse von denen kaum jemand weiss: Stillgelegte Eisenerzbergwerke mit einer einzigartigen unterirdischen Landschaft.

Tief im Wald im fränkischen Jura befinden sich ein paar kleine unscheinbare Löcher die wahre historische Schätze beherbergen. Unter den Öffnungen, kaum größer als ein Fuchsbau, befinden sich stillgelegte Eisenerzbergwerke, wie etwa die Grobschwarth-Grube. Seit 1783 wurde dort so genanntes ‚Bohnerz’ abgebaut, ein Eisenerz in der Form kleiner, erbsenartiger schwarzer Kügelchen. Längst ist die Grube stillgelegt, atemberaubende unterirdische Naturschönheiten beherbergt sie noch immer.

Einen den es immer wieder in den Untergrund rund um Treuchtlingen zieht, ist Arthur Rosenbauer. Seit seiner Jugend hat der Hobby-Höhlenforscher diesen einzigartigen Ort wieder und wieder besucht. Die funkelnden Eisstalagmiten und Tropfsteine faszinieren ihn jedes Mal aufs Neue. Doch nicht nur die märchenhafte Natur unter Tage hat es ihm angetan, er hat auch Licht ins Dunkel der Geschichte des Bergbaus gebracht. Etwa 1.000 Zentner Bohnerz schafften die Bergleute einst aus der 250 Meter langen Grube. Blicke für die Naturschönheiten hatten sie wohl kaum, dafür war die Arbeit zu hart. Nur mit einfacher Kleidung, Hammer, Meißel und Holzkarren waren sie ausgerüstet.

Arthur Rosenbauer hat Jahre in Archiven zugebracht um nachzuweisen, wie bedeutend der Erzabbau für die Region einst war. Das Abbaugebiet rund um Obereichstätt umfasste einst eine Fläche von 100 x 100 Kilometern. Bereits in der Keltenzeit wurde Erz oberirdisch verhüttet. Die Osterdorfer Löcher sind ein Beispiel dafür. Einige Einheimische halten sie für Dolinen, andere für Bombenkrater aus dem Zweiten Weltkrieg. Wissenschaftler und Denkmalschützer haben Arthur Rosenbauers Ergebnisse begeistert aufgenommen.

Die Aufmerksamkeit, die jetzt den Bergwerken zukommt, bringt sie allerdings auch in Schwierigkeiten, denn die zuständigen Behörden sehen in ihnen eine Gefahrenquelle und wollen sie für die Bevölkerung unzugänglich machen. Und so ist Rosenbauers Kampf, die Erinnerung an die Leistungen der Vorfahren zu bewahren, noch nicht zu Ende…

Die Kommentarfunktion ist derzeit geschlossen.